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Golf

Man sagt der Golfsport sei etwas für die besser gestellten unter uns und ist wie bestimmte andere Sportarten zum Beispiel das Reiten oder auch das Snowboard fahren ein äußerst kostspieliges Vergnügen. Das liegt unter anderem daran dass man einen enormen Aufwand betreiben muss um einen Platz ständig so zu mähen und zu pflegen dass er auch dem Regelwerk entspricht.

Was aus Umwelt technischer Sicht gegen das Golfen spricht sind in erster Linie die Unmengen Wasser die man speziell im Sommer braucht damit der Platz nicht vertrocknet. Dementsprechend sind die Eintrittsgebühren beziehungsweise die Mitgliedschaft in einem Golfclub relativ kostspielig. Ein vollständiger Satz Golfschläger und alles andere was zum spielen sonst noch dazu gehört kann man sich zwar problemlos leihen, der Profi verwendet dabei allerdings lieber seine eigenen Gerätschaften. Diese sind ebenfalls nicht ganz billig. Was der Umwelt gegenüber ebenfalls sehr bedenklich ist, wenn ganze Naturschutzgebiete zugunsten eines neuen Golfplatzes niedergemacht werden. Ansonsten besteht ein Platz natürlich hauptsächlich aus Natur und ist somit auch nicht so schlecht für die Umwelt wie man gemeinhin annimmt.

Golf ist eine Ballsportart bei der es kurz gesagt darum geht, den Ball mit möglichst wenig Schlägen, von einem bestimmten Punkt aus - in ein Loch zu spielen. Ein Golfplatz besteht normalerweise aus 18 verschiedenen Bahnen die nach und nach abgespielt werden. Es gibt aber auch Plätze die aus 27 oder 36 Bahnen bestehen. In der Regel sind die Bahnen immer durch 9 teilbar. Der Gewinner des Turniers ist dabei derjenige der auf allen Bahnen zusammen genommen die wenigsten Schläge braucht um den Golfball im entsprechenden Loch zu versenken. Für jedes Loch gibt es ein so genanntes Par, dass bezeichnet die Anzahl von Schlägen die von einem Profi benötigt werden um den Golfball in das dafür vorgesehene Loch zu spielen.

Man kann die Länge einer Bahn auch daran erkennen, wie viele Par benötigt werden um den Kurs durch zu spielen. So ist bei einem 3 Par Platz vorgesehen dass man den Ball mit einem Schlag an das Grün befördert und ihn mit zwei weiteren Schlägen in das Loch befördert. So gibt es auch wesentlich größere Bahnen die beispielsweise nur mit 6 Par gespielt werden können. Die Regeln sind im Prinzip ähnlich wie beim allseits bekannten Minigolf, nur dass die einzelnen Bahnen auf denen gespielt wird insgesamt über 7 Kilometer lang sein können. Es gilt hier also wesentlich weitere Abschläge zu machen. Und ganz so einfach ist es dann doch nicht, die offiziellen Golfregeln sind mehr als 200 Seiten stark!

Die Hindernisse die auf einem durchschnittlichen Golfplatz zu um spielen sind, können Sandlöcher und gelegentlich auch kleinere Seen und Tümpel sein. Zudem werden die Bahnen, auch Löcher genannt, oft von Fußwegen und Gräben gekreuzt. Um nun eine Bahn zu spielen legt man den Ball im Bereich des Abschlages aus. Dies ist ein vorher definierter Bereich mit recht kurz gemähtem Gras. Meist verfügt ein Loch über mehrere Abschlagplätze. So müssen Männer beispielsweise weitere Abschläge machen als Frauen.

Nun schlägt man den Ball also in Richtung des Loches. Das Gelände um das Loch herum wird auch als Grün bezeichnet. Manche Golfer stecken vor dem Abschlag ein so genanntes Tee in den Boden auf dass sie den Ball legen. Dadurch können weitere Abschläge gemacht werden, außerdem vermindert dies die Chance eines Fehlschlages. Zwischen dem Abschlags Bereich und dem Grün, in dass der Ball gespielt werden muss, liegt das Fairway, das den größten Teil der Bahn ausmacht. Hier wird das Gras nicht so penibel gemäht und es steht demnach etwas höher. Je nachdem wohin der Ball geflogen ist, begibt man sich nun dorthin und spielt den Golfball von dieser Stelle aus weiter.

Wie schon oben erwähnt lassen sich die Architekten der Golfplätze auch allerhand Gemeinheiten einfallen um das spielen dadurch zu erschweren. So könnte sich vor dem Zielbereich, also dem Grün beispielsweise ein kleines Sandloch befinden. Wird der Ball hier versehentlich hinein gespielt ist das ziemlich ärgerlich für den Golfer, da der Ball wesentlich schlechtere Flugeigenschaften hat, wenn er aus dem Sand heraus geschlagen wird. Er fliegt höher und damit gleichzeitig nicht so weit, außerdem ist der Abschlag selbst generell schwieriger, so dass es passieren kann, dass der Ball in eine andere Richtung fliegt als vorgesehen. Noch ärgerlicher ist wenn der Ball beispielsweise in einen kleinen Teich fliegt. Natürlich muss der Golfer nun nicht tauchen um den Ball weiter zu spielen. So ein Fall ist in den Regeln vorgesehen, man darf nun mit einem anderen Ball aus der Nähe des Teichs weiter spielen. Dabei werden aber üblicherweise ein paar Strafschläge zum eigentlichen Ergebnis hinzu addiert. Wenn dann der Ball endlich im heiß ersehnten Grün angekommen ist, gilt es diesen mit einem anderen Schläger gefühlvoll ins Loch zu schlagen. Auch dies ist oftmals einfacher gesagt als getan.

Das Grün ist meistens nicht flach, sondern durch verschiedene Kniffe seitens des Golfplatzarchitekten, ebenfalls nochmal recht schwierig zu spielen. So befinden sich kleinere Erhebungen und andere Gemeinheiten darin, so dass der Ball nicht schnurstracks auf das Ziel zu rollt sondern in seiner Bahn noch einmal abgelenkt wird. Dieses ist in den Schlag mit ein zu berechnen so dass der Ball trotzdem mit möglichst wenig Schlägen ein gelocht werden kann. Nichts ist ärgerlicher als am Grün zu scheitern, wenn man eigentlich eine hervorragende Bahn gespielt hat und den Ball dann nicht, beziehungsweise nur mit sehr vielen Schlägen hinein bekommt. Das Grün ist dass am besten gepflegte Rasenstück auf dem ganzen Golfplatz, es wird regelmäßig gemäht, normalerweise ist der Rasen hier so kurz geschnitten wie irgend möglich. Zwischen den verschiedenen Bahnen gibt es noch das so genannte Rough.

Dies sind die ungepflegten, wild wuchernden Flächen die man sich selbst überlässt. Hier wachsen Bäume, der Rasen wird hier nicht gemäht, es handelt sich dabei auch eher um eine Wiese. Weil der Ball hier unter Umständen nur sehr schwer wiedergefunden werden kann, gibt es normalerweise noch verschiedene Pufferzonen wo dass Gras zwar nicht ganz so häufig gemäht wird wie im Grün Bereich, aber doch so dass man den Ball wieder auf den eigentlichen Parcours spielen kann.

Manche Golfplätze verzichten auch ganz auf das Rough und verhindern mit Begrenzungen dass der Ball überhaupt ins Aus gespielt werden kann. Denn je länger ein Golfer einen Ball suchen muss umso weniger kann er Golf spielen, die Einnahmen des Golfplatzbetreibers sinken und überhaupt staut sich der ganze Verkehr auf dem Platz.

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